Folge 28 - Sinn des Lebens

Shownotes

Aristoteles, Monty Python, die Zahl 42 und ein bunter Strauß unmöglicher Fragen. Klingt nach einer wilden Mischung – ist aber genau der richtige Ort, um nach dem Sinn des Lebens zu suchen. Zwischen Küchenphilosophie und Musik gehen wir einer Frage nach, die die Menschheit seit Jahrtausenden beschäftigt. Ein überraschend existenzialistischer Song von 2004 bringt uns dabei gehörig ins Grübeln. Und am Ende landen wir bei einer Antwort, die älter ist als die Beatles: All You Need Is Love. Oder doch 42? Hosts: Franziska Staubach (Fanny) und Frederik Schauhoff (Frodo) Lasst gerne eine Bewertung und Kommentare da und folgt uns auf Instagram: https://www.instagram.com/songs.of.history

VORSICHT SPOILER!

Verwendete Musik

Herbert Grönemeyer: Der Weg Autor*innen: Natasha Bedingfield, Danielle Brisebois, Wayne Rodriguez Produzent*innen: Danielle Brisebois, Wayne Rodriguez Album: “Unwritten”, RCA Records, 2004

Johannes Brahms: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete (1896) Text: Martin Luther aus der Bibel: Korinther 13 → https://www.lieder.net/lieder/get_text.html?TextId=17722 Aufnahme von Frederik Schauhoff, Bariton und Franziska Staubach, Klavier (2026)

Transkript anzeigen

00:00:12: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Songs of History.

00:00:15: Deinem Podcast,

00:00:16: wenn du Musik liebst und die Geschichte dahinter entdecken möchtest!

00:00:20: Wir sind Fanny...

00:00:21: ...und Frodo.

00:00:22: Zwei Musikerinnen aus Köln.

00:00:24: Jede Folge widmen wir uns hier einem neuen Thema, so dem wir zwei passende Songs für euch rausgesucht haben.

00:00:30: Einen modernen und einen aus längst vergangener Zeit.

00:00:33: Wir tauchen ein in Schicksale, Emotionen und die Geschichten, die diese Werke lebendig machen.

00:00:39: Und zeigen dass man trotz des zeitlichen Abstands häufig mehr Ähnlichkeiten zwischen den Niedern findet als man vielleicht vermuten

00:00:47: mag.

00:00:47: Hier brauchst du kein Vorwissen.

00:00:49: hier geht's auch nicht nur um bestimmte Musik.

00:00:51: Hier bist Du einfach richtig wenn Du Songs und Geschichten liebst und Neues entdecken

00:00:56: willst.

00:00:57: Los geht´s

00:01:02: Das Schöneres, als bei thirty-fünf Grad mit Fenster geschlossen.

00:01:08: Ohne Klimaanlage!

00:01:09: Ohne einen Luftzug über den Sinn des Lebens nachzudenken.

00:01:14: Sag mal sind wir vollkommen grüßenwahrscheinlich geworden.

00:01:17: Die kommen mir damit auch so ein Thema.

00:01:19: Was soll man dazu sagen?

00:01:21: Na ja ursprünglich war angedacht Liebe zu nehmen aber das schien uns ja beiden einfach... Es wäre

00:01:26: auch ein ganz kleines Thema gewesen.

00:01:29: Wir konnten beide damit nichts anfangen.

00:01:33: Dann lieber den Sinn des Lebens.

00:01:34: Hast du den dann gefunden für dich, den Sinn der Lebens?

00:01:36: Nee!

00:01:37: Du?!

00:01:39: Also bist du überhaupt auf der Suche danach?

00:01:41: Ja ich würde schon sagen, ich bin auf der suche danach.

00:01:43: Aktiv?

00:01:43: Also nicht

00:01:44: aktiv

00:01:44: dass ich jetzt sagen würde die ganze Zeit wo finde ich denn jetzt den Sinn das Lebens?

00:01:49: auch weil ich glaube den einen Sinn des Lebens gibt es gar nicht.

00:01:53: sondern also wenn ist das ein Zusammenspiel aus mehreren Sachen

00:01:56: und welche Dinge sind das für Dich?

00:01:58: Also ich glaube, ein Stück weit ist der Mensch schon auch einfach dafür da glücklich zu leben und Dinge auf sich zukommen zu lassen und offen zu sein.

00:02:08: Und dann so schauen wie man damit umgehen kann gar nicht zu sehr irgendwie was festgelegtes machen zu müssen.

00:02:15: also du hast dann quasi eher eine Sinnhaftigkeit für die Zeit und Dauer wo du dich hier auf dem Planeten

00:02:21: ja definitiv physisch

00:02:23: lebendig befindest.

00:02:24: Genau fürs Jenseits habe ich jetzt per se keine genaue Vorstellung, aber auch weil das so unermesslich vorstellbar ist was eigentlich nach dem Tod ist.

00:02:33: Also ist da nichts?

00:02:33: Ist dann jenseits?

00:02:35: Wenn das Jenseit da ist wie ist es?

00:02:37: Aber wenn das nicht geklärt ist oder man dazu keine Haltung hat gibt, ist es überhaupt möglich einen Sinn zu finden warum man in dieser begrenzten Zeit... Wir waren ja auch einmal nicht und wir werden ja auch irgendwann nicht mehr so sein auf dieses Erdersis zeitlich temporär sehr begrenzt.

00:02:57: Wenn man die Frage des danachs und vielleicht auch das davor nicht geklärt hat, gibt es denn überhaupt einen Sinn?

00:03:05: Also ist möglich, die Frage zu beantworten...

00:03:06: Du hast jetzt gerade glaube ich genau die Argumentation genommen, die Ludwig Feuerbach in seiner großen Religionskritik im Grunde gebracht hat, dass er gesagt hat wenn man sich nur, wenn man sozusagen nur auf ein jenseits hin leben würde dann entwertet man ja automatisch das Leben hier und entzieht dem Leben hier eigentlich eine Sinnhaftigkeit, als diesseitiges Leben.

00:03:25: Weil die ist diese Seite geleben ja nur als Vorstufe für das gegenseitige Leben dann genommen wird.

00:03:31: Für dich sehr spannend fand ich, hast du jetzt ein paar Punkte da jetzt?

00:03:34: Und jetzt wurde

00:03:35: es...

00:03:36: Ja, das stimmt!

00:03:37: Aber jetzt wo du so aussprichst fühlt sich's nicht ganz stimmig an was ich meinte.

00:03:41: Vielleicht hab' ich dich auch einfach missverstanden.

00:03:42: Nein nein, dass is schon irgendwie richtig.

00:03:45: Ich frag mich nur dieser ständige Erhaltungstrieb Ist es wirklich so auf deine subjektive Zeit, die du jetzt erlebst bezogen oder auf unsere ganze Spezies?

00:03:56: Boah!

00:03:59: Okay wir lassen das Thema.

00:04:00: Nein also

00:04:01: nein, das sind ja richtig spannende Fragen aber ich glaube schon dass wahrscheinlich ist da schon eine gewisse Eocentrik mit drin.

00:04:10: Ich

00:04:10: frage mich nur einfach warum alles so wahnsinnig Also körperlich allein rein betrachte Warum alles so Wahnsinnig gut funktioniert und darauf ausgelegt ist, immer weiter zu überdauern.

00:04:24: Also ob es biologistisch einen Sinn in der Fortpflanzung gibt in Form von man soll sich erhalten also als Art-Mensch?

00:04:33: Ja

00:04:33: das mehr oder weniger das der Sinn ist wobei die Gene selber... Im Tierreich

00:04:36: ist das schon auch so oder?

00:04:38: Insofern ein Stück weit wird das im Menschen sicher schon angelegt sein.

00:04:41: Ein Organismus lebt dafür, sich jedes Virus anzupassen um dann weiter erhalten zu bleiben.

00:04:47: Voll!

00:04:48: Wobei es auch spannend ist.

00:04:49: bei den Tieren.

00:04:50: zum Beispiel bei den Oktopussen ist es so wenn die Kinder zeugen also Gebären die Mutter und der Vater die ernähren sich da nicht mehr und sterben langsam einem Hunger totes.

00:05:03: total spannend Zum Beispiel da funktioniert nämlich eben dieser Erhaltungs-.

00:05:10: Aber das ist vielleicht die Erhaltung im anderen.

00:05:14: Ja... Was würdest du dir wünschen, wenn es jetzt keinen objektiven Sinn des Lebens gibt?

00:05:20: Was würdest du dir wünschen dass der subjektive Sinn wäre?

00:05:24: Weil viele Dinge, die man dann sucht, dann man zweifelt ja ganz schnell wieder daran.

00:05:29: Weil es immer was gibt, was dem widerspricht.

00:05:32: aber was würde ich zu dir wünschten?

00:05:33: Ganz platt ein gutes Leben!

00:05:36: Und das am besten für alle Menschen.

00:05:37: Dass alle Menschen in Liebe, Freundschaft etc...

00:05:40: Also so ein bisschen was Aristoteles übrigens auch

00:05:44: verfolgt

00:05:45: ja?

00:05:45: Natürlich!

00:05:47: Das habe ich gerade gedacht.

00:05:48: Wenn man so ein bißchen da mal in die Vergangenheit guckt ist es so sein Weltbild von also Sinn des Lebens tatsächlich dass Glück einfach empfinden von Glück der Sinn des Lebens ist.

00:06:01: Jetzt

00:06:01: konnte ich noch mit den Existenzialisten, die sagen ja fehlt eher dass es überhaupt keinen vorgegebenen Sinn gibt.

00:06:08: Und der Mensch aber gleichzeitig, das hat Zartre mal gesagt ... Der Mensch ist gezwungen frei zu sein.

00:06:15: Gezwungen dazu!

00:06:18: Weil

00:06:18: der Mensch wird, ob er will oder nicht einfach ins Leben hineingeworfen und muss dann damit umgehen.

00:06:24: Und musst auch mit diesen freien Entscheidungen, die er treffen könnte, muss er umgehen?

00:06:28: Er hat gar keine Wahl.

00:06:31: Dann wollen ja auch ganz häufig gar nicht damit umgehend

00:06:35: ein bisschen.

00:06:37: Das finde ich auch ein sehr spannender Weg, da so über Sinn nachzudenken.

00:06:41: Zu sagen such dir selber deinen Sinn und nicht find ihn.

00:06:45: Das liegt mir eigentlich in dem Punkt sehr nahe.

00:06:48: Da bin ich vielleicht Existenzialist auf der Ehe.

00:06:52: Meine davon nach Studie gelesen zusammen sind natürlich so ganz halbes böses Halbwissen.

00:06:57: Gefährliches Halb-Wissen Aber das Menschen die eben aktiv nach dem Sinn Suchen auch deutlich häufiger leiden.

00:07:09: Als die, die es einfach annehmen und sagen ich will ja einfach eine gute Zeit haben.

00:07:13: Ja.

00:07:15: Das kann ich wirklich jetzt subjektiv von mir aus auch unterschreiben weil ich glaube das Ding woran man verzweifeln muss ist ja dass man gar nicht die Antwort findet.

00:07:24: Und das lässt einen natürlich irgendwann verzweifen.

00:07:27: Weil wenn man so extrem lange nach was sucht, was man aber gar nicht findet... ...das ist ja furchtbar!

00:07:34: Aber kann ich dir auch nicht beantworten, warum das so ist?

00:07:37: Und ich habe auch keine Antwort was man dann eigentlich tun sollte.

00:07:40: Kennst du jemand der dir eine Antwort darauf geben kann, der nicht gläubig ist?

00:07:46: Können gläufige Menschen darauf eine Antwort geben?

00:07:48: is jetzt die Gegenfrage!

00:07:49: Also ich höre da oft die Antwort ja weil danach des eigentliche Leben auf mich wartet.

00:07:56: Dann frage ich mich aber auch Was ist denn das eigentliche leben also was es der Sinn dieses eigentlichen Lebens?

00:08:05: Es ist so spannend, dass man nichts dazu sagen kann.

00:08:08: Nein, man kann wirklich nix dazu sagen!

00:08:10: Ich finde es richtig bezeichnet und ich meine das woran jetzt vielleicht auch schon alle Leute irgendwie mal gedacht haben oder zumindest viele Leute von euch... ...ist natürlich einfach die Zahl forty-two mit dieser wahnsinnig tollen Geschichte aus dem Buch und der Verfilmung von Per Anhalter durch die Galaxis wo dieser Supercomputer gefragt wird was denn im Endeffekt der Sinn ist also die Frage nach dem Leben den Universum und dem ganzen Rest.

00:08:34: Dieser Computer arbeitet und arbeitet, und arbeitet.

00:08:37: Und spuckt irgendwann diese Zahl zweiundvierzig aus.

00:08:41: Und alle stehen davor und denken sich... Okay!

00:08:45: Was heißt das denn jetzt?

00:08:47: Was soll das jetzt?

00:08:48: Und wir wissen also laut diesem Buch dass die Antwort zweiund vierzig ist.

00:08:52: Das Problem ist nur Wir Wissen Die Eigentliche Frage nicht.

00:08:55: Worauf ist es die Antwort?

00:08:57: Ich finde das ist wieder auch eine tolle ja fast schon eine Parabel.

00:09:02: Man findet irgendwie, man kann eine Antwort finden.

00:09:06: Aber das ist auch irgendwie wieder total random.

00:09:09: Subjektiv kann jeder Mensch sagen ich lebe für meine Kinder oder für meine Familie oder ich leb für den Fußball oder ich Lebe für die Musik oder Ich lebe Für Reisen oder ich liebe für irgendwas.

00:09:20: Das ist mein persönlicher Sinn des Lebens, aber gleichzeitig ist das wirklich der Sinn des Leben.

00:09:25: Ist es

00:09:25: eher eine Entscheidung oder sein Leben so und so zu führen finde ich?

00:09:28: Oder seine Zeit darf dann dafür zu nutzen.

00:09:35: Ja du siehst auch richtig verzweifelt aus hier.

00:09:38: Die Zweifel übermannen dich quasi.

00:09:42: Furchtbar also diese Frage ja die plagt ein irgendwie umher.

00:09:46: Ja oder man sagt dann einfach mein Gott Ich mache das Beste draus.

00:09:50: Ja gut, aber das macht jetzt ... Wie heißt es?

00:09:53: Dann sagt man einfach ja weg mit den blöden Fragen.

00:09:56: Ich kann sie sowieso nicht beantworten also versuche ich sie mir weniger aktiv zu stellen und mach einfach was.

00:10:04: Und wenn ich Glück habe zeigt sich im Nachhinein dann warum das sinnhaft war oder auch nicht.

00:10:10: Aber das wirst du halt erst am Ende deines Lebens vielleicht wissen Oder auch nicht!

00:10:15: Dann kannst immer noch verzweifeln Aber bis dahin kannst du ja versuchen.

00:10:21: Ja oder gleich lassen, das überlege ich noch.

00:10:23: Nein!

00:10:24: Ich bin Teamversuchen.

00:10:25: Mhm.

00:10:26: So Du hast ein Song für mich dabei.

00:10:27: Ja?

00:10:28: Da bin ich jetzt sehr gespannt.

00:10:29: Also sind

00:10:30: das Lebens, ich hab mir auch Gedanken gemacht was für Songs man da irgendwie nehmen könnte.

00:10:33: Ja zumal wir ja immer noch so ein bisschen daran uns fest also genagelt haben, dass das letzte Lied der vierernsten Gesänge von Johannes Brahms ist ja heute auf der Tagesordnung

00:10:47: und top

00:10:48: eins und eigentlich dreht sich alles um um ja das höchste gut nämlich die Liebe die wir haben und eben die Frage ob Die reine Liebe, einfach nur als Emotionen und Verbinden das Glied.

00:11:04: Ob das der Sinn des Lebens ist?

00:11:08: Seinmal dahingestellt...

00:11:09: Du hast also ein Liebesteat dabei!

00:11:10: Eben nein.

00:11:12: Ich dachte, okay.

00:11:16: Da konnte ich mich tatsächlich nicht entscheiden.

00:11:18: Da gibt es wirklich zu viele tolle Lieder jetzt.

00:11:20: im Endeffekt habe ich einen... Du meinst

00:11:22: dann so die Liebe auch total idealisieren und so total überhöhen

00:11:27: Ja, doch einfach so darstellt wie es ja halt auch sein kann.

00:11:32: Also die Lieder, die ich mag, die würde ich als Serialistisch einschätzen.

00:11:38: Vielleicht weniger kitschig?

00:11:40: Aber das Liede was ich jetzt mitgebracht habe ist eher von... Er ist ein bisschen breitgefächerter wieder in Richtung Sinn des Lebens und nicht nur allein auf die Liebe gesteuert.

00:11:53: Und passt textlich wahnsinnig gut.

00:11:56: Musikalisch überzeugt es mich tatsächlich nicht so sehr, ich hab's trotzdem mal mitgebracht.

00:12:01: Okay.

00:12:03: Gördest du Hassliedern von dir?

00:12:05: Oder

00:12:06: wie

00:12:06: bist du darauf gestoßen?

00:12:07: also kanntest du das vorher?

00:12:09: Ich kannte es vorher und hat es irgendwie mit diesem ... Der Titel ist mir irgendwie in den Kopf gekommen.

00:12:18: Und über den Titel bin ich dann irgendwann in den Song gekommen.

00:12:22: Der Titl ist auch Titel des Albums aus dem Jahr vier.

00:12:28: Also eigentlich was, was...

00:12:29: Unsere Jugend?

00:12:31: So!

00:12:32: Ich bin mir fast sicher das zu denen kennst.

00:12:34: Den Titel?

00:12:36: Sowohl den Song als auch die Sängerin und sind Sängarin aus Großbritannien.

00:12:43: Oh, da gibt's ja nur die drei.

00:12:45: Eben!

00:12:48: Und der Song passt einfach wahnsinnig gut zu den Themen.

00:12:51: so Sinn-Suche besser gesagt vielleicht auch sein eigenes Leben schreiben.

00:12:57: Du hast den Existenzialismus angesprochen.

00:13:00: ich finde so ein bisschen in dem Song geht das eigentlich auch genau darum.

00:13:05: also der Mensch hat keinen fest vorgegebenen Sinn er selber kann ihn durch seine eigenen Entscheidungen erschaffen und man wird es so wie du gesagt hast ins Leben ja reingeworfen.

00:13:18: Und bitte schön, mach mal!

00:13:21: Ich lese dir jetzt eine... Das

00:13:22: bewegt die ganze Zeit existenzialistisches Lied von zwei tausend vier.

00:13:27: War das sehr erfolgreich?

00:13:28: oder ist das eher so in die Nischig?

00:13:32: Schon so ein Gassenhauer.

00:13:36: Also ich lese noch nicht die bekannteste Textzeile vor.

00:13:42: Sondern mittendrin greif ich da was raus.

00:13:53: Beispiel für eine Textstelle, die sagt ihr wahrscheinlich jetzt überhaupt nix?

00:13:59: Du

00:14:04: hast mich so angeguckt bei Unwritten!

00:14:10: Komm jetzt drauf, Frodo... Today is where your book begins, ich mache es jetzt mal mit Rhythmus Schwache.

00:14:18: The rest is still unwritten... ...mit schwäbischem Englisch.

00:14:27: Oh Gott!

00:14:27: Hast du noch was für mich?

00:14:29: Ich fange jetzt nicht an zu singen!

00:14:31: Hast Du noch eine Textseite für mich irgendwie?

00:14:32: Ähm

00:14:33: ja, mal den Anfang I am unwritten Can't read my

00:14:47: mind Schnipser!

00:14:50: Das ist ein Natasha Bedding-Field.

00:14:53: Unwritten heißt das Ding, gell?

00:14:54: Gott, ich kam auf den Titel nicht mehr.

00:14:58: Das ist einfach nur eine Natasha Beddings-Fiel.

00:14:59: Einfach nur Sie.

00:15:00: Ja wirklich.

00:15:01: Den Titel hat es gerade nicht mehr... Das ist so'n Lied.

00:15:07: Das kennt doch alle noch von...

00:15:09: Ist das so ganz?

00:15:11: Also gefühlt läuft das auch überall und alle singen es immer.

00:15:14: Feel the rain on your face.

00:15:15: Aha, oder?

00:15:17: Ja also du magst den.

00:15:19: Das

00:15:19: sehe ich mir gerade... Nicht an your face!

00:15:21: Was ist der?

00:15:22: Was ist

00:15:23: so ein Text?

00:15:24: Feel

00:15:24: the Rain On Your Skin.

00:15:25: Skin.

00:15:26: Feel The Rain On You Skin.

00:15:26: No One Else Can Feel It For You.

00:15:29: Du gehst richtig auf, du magest es okay gut.

00:15:31: Ist ein guter Text finde ich.

00:15:32: aber

00:15:33: stimmt des jetzt wo du sagst ich habe da nie darüber nachgedacht aber es ist voll existenzialistisch

00:15:38: Eben, aber ich bin jetzt auch erst mehr draufgekommen.

00:15:40: Mit Tasha Badding

00:15:41: fiel die alte Existenzialistin da!

00:15:43: Direkte Jüngerin Zafris!

00:15:45: Jaa...

00:15:46: nicht schlecht ne?

00:15:48: Und dafür ist der Song so ein bisschen... ähm... ganz bissel dieses Null Acht Fünfzehn Radio-Gedude.

00:15:56: Ich will es jetzt nicht so runterdeckertieren.

00:15:58: Stimmt, du magst

00:15:59: den nicht hast Du gesagt Nicht so sehr.

00:16:01: Aber es ist ein Orwo, also es

00:16:03: sieht voll

00:16:04: und sicherlich auch darauf

00:16:06: ausgelegt.

00:16:06: aber... Aber textlich findest du ihn gut?

00:16:09: Kann man machen!

00:16:10: Das Musikadische findest Du noch ein bisschen.

00:16:11: Ja das ist halt super einseitig und wenig wird er das letzte Mal Herbert Grünermeier wie er dann die Songs anlegt.

00:16:20: Gut

00:16:21: dass es schon mehr so zweitausender Pop hat.

00:16:25: Ist vielleicht einfach nicht meins.

00:16:27: Ja, ist ja auch okay.

00:16:29: Boah ich möchte jetzt noch mal reinhören.

00:16:30: können

00:16:31: wir machen?

00:16:37: Ja aber es schon...

00:16:54: Es ist schon tierischer Overwind oder man... Also man kennt die natürlich.

00:17:05: Ich also der ist so gefühlt auch auf... Der ist auf jeder Playlist irgendwie drin wenn's So in unserer Generation Wenn da Leute Playlists zusammen bauen für eine

00:17:15: Party

00:17:17: Aber ich finde, der läuft dann so häufig in so eine Kneipe und alle singen dann diesen Refrain-Lauthalts irgendwie mit.

00:17:24: Ist auch

00:17:24: so ein Empowerment-Song irgendwie geworden?

00:17:26: Ja voll!

00:17:26: Also ich glaube das ist auch darauf ausgelegt, diese Akustikgitarre die da immer dieses Bada bida bada im Hintergrund macht... Das hat sowas Mantrenartiges und es ist alles gewollt und er klebt auch im Kopf.

00:17:43: Also, der wird heute wahrscheinlich auch noch ein paar Stunden nach der Folge im Kopf kleben.

00:17:46: Das ist... Voll!

00:17:48: Und dann dieses Chorusartikel so bisschen gospelmäßig?

00:17:53: Ja.

00:17:58: Ich liebe das, wenn da so eine Linie darunter geht und dann mit sehr leichten Chromatik.

00:18:06: Als einmal richtig gut gebauter Song.

00:18:09: Was hältst du aber davon?

00:18:11: Du hast dich selber als Existenzialist geoutet.

00:18:17: Nur in Bezug auf die Sinn des Lebens!

00:18:19: Aber ich frage mich manchmal, ob es nicht zu einfach ist wenn man sozusagen die Verantwortung abgibt der Suche nach dem Sinn des Lebens.

00:18:29: Wenn man sagt das was wir hier betreiben das ist schon der Sinn oder wie auch immer ist egal wir machen die beste Zeit raus

00:18:38: Ja, dann wird's ... Es kann so hedonistisch im negativen Sinn werden.

00:18:42: Hauptsache ich hab ein gutes Leben und der Rest ist mir doch scheißegal.

00:18:45: Diese großen Worte, man möchte ja ungern manchmal von Werten reden oder sowas.

00:18:49: Aber irgendwie muss es ja schon... Muss es ja was geben, was einen irgendwie gemeinsam verbindet auch in einer Gesellschaft?

00:18:55: Und da gibt´s natürlich dann schon welche!

00:18:57: Das bringt uns vielleicht auch zu dem Lied, dem Kunstlied, das wir dabei haben, den Brahms.

00:19:03: Was das hier genau rausschlillt.

00:19:05: Weil der ja eben die Liebe.

00:19:07: Und die Liebe ist aber in dem Sinne natürlich, das ist ja aus dem hohe Lied der Liebe von Paulus.

00:19:13: Ist ja jetzt nicht nur eine Liebe in Form von Liebesbeziehung sondern oft Nächstenliebe und generell Liebe.

00:19:20: Und die Grundaussage dieses Textes ist natürlich ohne Liebe alles nichts im Endeffekt.

00:19:27: Die Liebe ist die Quintessenz, die man immer braucht um überhaupt bestätigen können im Leben.

00:19:33: Und dafür nutzt Brahms das strahlende S-Dur, also die Tonsprache eigentlich der Euphorie des Lobgesangs.

00:19:41: Es gibt glaube ich nichts Strahleres und größeres als S-Door oder?

00:19:45: Aber musikalisch betrachtet ist trotzdem ganz spannend.

00:19:49: er lobpreist sozusagen die Liebe und nennt es als das höchste Gut.

00:19:54: Also diese Textstelle Glaube... Wie ist das Hoffnung?

00:19:57: Nuden aber bleiben.

00:19:59: Glaube!

00:20:00: Liebe, Hoffnung

00:20:02: diese

00:20:02: drei.

00:20:03: Aber die Liebe ist die größeste unter ihnen.

00:20:06: wie viele Traussprüche?

00:20:09: Wie viele Menschen haben das als Trausbruch so gefreut?

00:20:11: Ja ja aber spannend eben ist dass es trotzdem musikalisch nicht nur wirklich fröhlich oder triumphierend veranlagt ist.

00:20:22: Sondern irgendwie finde ich, zumindest wenn ich das Spiel oder als wir es zusammen gearbeitet haben, dass es doch viel komplexer und viel schichtiger veranlagert ist.

00:20:33: Und so nicht so ein eindeutiger Eindruck entsteht.

00:20:38: Ja, ich find auch... Es hat fast ein bisschen was Martialisches auf

00:20:44: dieser...

00:20:44: ganz der erste Teil.

00:20:45: Total,

00:20:46: der Anfang allein die Introduktion.

00:20:48: Das ist ja auch ein

00:20:49: bombastischen Akkord, die da gehen und dann rasst das immer in diesen Oktaven und die Gesangstimme rasst da irgendwie so durch Riesenumfang sehr laut, fast auch ein bisschen polternt manchmal.

00:21:04: Auch nicht unbedingt beeindruckend aber nicht unbedingt schön.

00:21:09: Und die schönen Momente sind eigentlich immer diese leisen Einspieler, wo er dann eben sagt ja wenn du das hast und wenn du dass hast ... Er sagt es in ich Perspektive.

00:21:18: Wenn ich das habe, das habe Dann hilft mir das alles im Endeffekt nicht!

00:21:24: Wenn ich keine Liebe habe und das nicht mit Liebe sozusagen fülle Das ganze... Da geht Brahms dann immer und hätte der Liebe nicht immer leise zurück?

00:21:33: Das sind eigentlich dann immer die schöten Momente, wenn diese Liebe rauskommt und alles andere ist zwar irgendwie groß Und volltönt, aber doch irgendwie ein bisschen nichtig manchmal vielleicht.

00:21:44: Ja beziehungsweise so kraftvoll dass man das Gefühl hat wirklich, dass er so Berge versetzen möchte

00:21:50: und

00:21:51: sagt an einer Textstelle und ich finde witzig wenn man diesen genau dieser Textstell liest und auch die folgenden, dass das Ganze irgendwie was ganz Mantrenartiges hat also ohne den Gesang und die Melodie dazu.

00:22:06: Und wenn ich weiß sagen könnte und wüsste alle Geheimnisse, und alle Erkenntnis.

00:22:11: Und hätte allen glauben also dass ich Berge versetze?

00:22:16: Und hätte der Liebe nicht so wäre ich nichts!

00:22:19: So wäre, wäre ich nix.

00:22:21: Das ist ein bisschen mehrkulper.

00:22:25: Mehrkulpar.

00:22:26: Mehr macht sich mal kulper

00:22:27: sein

00:22:28: bisschen dieses...

00:22:29: Aber gleichzeitig sehr hoffungsvoll weil er eben immer sagt so Du kannst alles mögliche haben und wollen und machen.

00:22:35: Er sagt ja auch, wenn ich wirklich so eine Rhetorik hätte, dass jeder Mensch mir zuhört und jeder Mensch mich ernst nimmt aber wenn ich da keine Liebe drin habe dann klingt es halt auch alles nur blechern im Interfekt.

00:22:47: Sondern die Quintessenz dieser Text her sagt ist immer die Liebe, die da drinnen sein muss sonst bist du halt verloren.

00:22:54: Dann kannst du auch all dein Geld alles verschenken an Arme etc.

00:22:58: Aber wenn du das nicht mit Liebe tust bringt das auch niemanden aus dem Endeffekt.

00:23:02: Selbst so weit geht er ja, dass das materialistische Argument dann sogar da reinbringt.

00:23:07: Rein musikalisch zerfällt es immer genau in diesen Momenten.

00:23:10: Es hat dieses Kraftfall aufbäumende und dann geht das so ganz seltsam oft auch den verminderten Akkord zurück und zerfellt und dann taucht die Liebe auf!

00:23:20: Das ist wahnsinnig... Erfrischend gemacht auch einfach, immer dieses Wieder nach oben streben und dann erhebt sich ja im Mittelteil so ein ganz friedvoller Dolche.

00:23:37: Adagio Teil, der dann auch in ein Dreiviertel-Takt wechselt.

00:23:41: Also die Taktart verändert sich und es wird gleich sehr viel schwebender, kleitender erlösen.

00:23:46: Das ist für mich immer so dieser Erkenntnisteil des Ganzen.

00:23:49: Ja.

00:23:50: So nachdem man diese vier Lieder gehört

00:23:51: hat... Da geht ja dann ja auch auf die Ewigkeit ein, dass da sagt eben wir sehen jetzt hier im Deasides irgendwie alles wie durch einen Spiegel also nicht wirklich sondern nur gespiegelt aber dann Eines Tages im Jenseits.

00:24:03: Dann werden wir das alles erkennen, weil dann werden wir es unverspiegelt quasi sehen können die Welt.

00:24:10: Da baute das alles hin zu diesem riesen triumphalen Schluss im Endeffekt.

00:24:14: Wobei der Schluss ja das Ende finde ich wieder ganz spannend nicht wirklich Triumphieren klingt sondern dann wie da ins Piano zurückgeht und er finde ich...

00:24:25: Aber diese Nogenaberblei glaube!

00:24:27: Genau.

00:24:29: Die Siemen was für eine Intervalle.

00:24:31: glaube

00:24:32: Hoffnung,

00:24:34: liebe diese drei!

00:24:39: Das ist ja vollkommen drüber irgendwie.

00:24:42: Um dann aber... Ach das ist einfach traumhaft schön, diese letzte Phrase dann oder?

00:24:46: Dieses Aber die Liebe ist die größeste unter ihnen.

00:24:48: Ja

00:24:49: und du dann immer sagst okay Fanny wenn wir das jetzt proben ich mach's maximal dreimal danach kannst du es alleine machen.

00:24:58: Ja das ist geil aber Muss man jetzt nicht den ganzen Tag sagen.

00:25:03: Das wird nicht schöner, sagen wir es so!

00:25:06: Na ja,

00:25:06: aber das Ende was ich meinte wirklich ganz gegen Ende wo dann auch das Nachspiel im Klavier kommt, das könnte ja alles bleiben, aber er geht zurück in ein ganz sanftes Piano und ist für mich wirklich der versöhnliche und erlösende Teil.

00:25:19: Das ist so schön, dass er das irgendwie wieder runterholt auf den Boden der Tatsachen auch ein bisschen von diesem wahnsinnigen Ausbruch und Überschwänglichen aber dass ja die vier ernsten Lieder tatsächlich auch mit einer Ernsthaftigkeit vielleicht dann auch persönlich beendet.

00:25:38: Ja und versöhnlich weil er im Endeffekt sagt Die Liebe ist es ihr Idioten.

00:25:46: Vielleicht wissen wir, vielleicht kommen wir auch irgendwann auf den Trichter Frodo.

00:25:50: Ja

00:25:50: es ist ja auch ein schönes Bild also vor allem wenn man die Liebe jetzt nicht nur als körperliche Liebe nimmt oder Beziehungsliebe sondern wirklich als macht Dinge mit Liebe.

00:26:01: Also bringen allem in der Welt jedem Mensch jedem Ding jeder Arbeit bring dem begegnet dem mit Liebe und dann wird's schon werden.

00:26:11: und dann würde besser werden als wenn du das ohne Liebe machst Egal wie viel Überwindung es auch manchmal kostet, natürlich irgendeiner Sache auf die man zum Beispiel keine Lust hat, liebe entgegenzubringen.

00:26:22: Aber das wird... Die Erfahrung machen wir doch alle tatsächlich meistens besser!

00:26:25: Wenn man von vornherein aufgibt und sagt ja nee hab ich jetzt dann wird's auch nicht... Wirds auch nix.

00:26:33: Schöner hätte man die Folge jetzt nicht beenden können?

00:26:36: Ich hätt aber noch einen.

00:26:37: Oh.

00:26:41: Einen möchte ich noch sagen und zwar Es gibt, kennst du Monty Python?

00:26:45: Also Monty python kennst das klar.

00:26:47: Aber die hatten einen Film, der heißt Der Sinn des Lebens auf Englisch meaning of life.

00:26:55: Danke.

00:26:56: Das originale Titel nicht, dass du es nicht weißt.

00:26:58: kommt das für mich schlimmstes Mansplain hier.

00:27:03: Nein natürlich weiß du das.

00:27:04: aber in diesem da geht's dann darum was der Sinn des Lebens ist und das ist natürlich typisch Monty-Python.

00:27:10: Chaos hoch Tausend, aber ganz zum Schluss gibt es eine Radium-Moderatorin oder Fernsehmoderatoren die dann den Sinn des Lebens vorträgt

00:27:20: und vorlieft.

00:27:23: Das möchte ich kurz zitieren und zwar sagt sie passend zu machtes mit Liebe Seien Sie nett zu Ihren Nachbarn für.

00:27:32: machen Sie fettes Essen Lesen Sie ein paar gute Bücher, machen Sie Spaziergänge und versuchen sie in Frieden und Harmonie mit jedem Menschen jeden Glaubens und jeder Nation zu leben.

00:27:45: Aber die Liebe ist

00:27:46: die größeste unter Ihnen oder?

00:27:47: Ja außer das mit dem fettigen Essen.

00:27:50: das stört mich bisschen.

00:27:52: Lass mal jetzt richtig was Fettiges essen!

00:27:56: Machen wir jetzt, oder?

00:27:57: Aber erst müssen wir noch kurz singen.

00:27:59: Erst

00:27:59: machen wir noch Musik.

00:28:01: Macht es gut!

00:28:02: Ciao!

00:28:36: Weißsache und Füßnisse, Und alle Kenntnis Wette allen Glauben, Abwürder sich im Ergelt ersetzt.

00:28:59: Wette

00:28:59: der

00:29:06: Lich nicht so wär'n?

00:29:13: Und

00:29:19: Wände und Lieb so

00:29:42: witzeln!

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